life as in live

Kiva – Geld sollte nicht ruhen!

Friday, 16. April 2010 von mkj

Da ich zZt ein paar Euro angespart habe, die ich nicht direkt brauche, habe ich überlegt, was mit solchem Geld wohl zu tun ist. Es liegen lassen und mit den geringen Zinsen fast nichts verdienen? Es langsfristig anlegen? Nein. Es spenden? Dann ist es weg, und ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass auch wieder eine finanzielle Ebbe folgen wird. Eine schöne Alternative konnten mir meine Eltern zeigen: Sie verleihen Geld bei Kiva. Und das funktioniert so:

Von Mikrokrediten hat wohl jeder schonmal was gehört. In der dritten Welt, wie man so schön und inzwischen vermutlich politisch inkorrekt sagt, leihen brauchen Menschen Geld in ganz anderen Maßstäben als zB hier in Deutschland. Ein Kredit wird oft schon für wenige hundert Euro aufgenommen, hier ein Beispiel. Ohne ins Detail zu gehen: Kiva bietet mir Möglichkeit, diese Menschen zu unterstützen, indem ich ihnen einen Teil meines Geldes zur Verfügung stelle. Ein Kredit wird meist von vielen Kiva-Mitgliedern finanziert, und so kommt am Ende der benötigte Betrag zusammen.
Dabei verdiene ich als Geldgeber nichts, Kiva bittet mich sogar um eine kleine, freiwillige Spende, ausserdem kann es sein, dass sich der Wechselkurs ungünstig verändert und ich dadurch etwas weniger Geld zurück kriege. In seltenen Fällen (laut Statistik weniger als 5%) wird ein Kredit auch gar nicht zurückgezahlt. Aber ich kam zu dem Schluss, dass ungefähr 5% Verlust absolut akzeptabel sind, wenn ich dafür mit meinem Geld etwas bewirken kann.

Deshalb habe ich mich vor kurzem registriert und schon einige Projekte unterstützt. Hier könnt ihr sehen, welche.

wieder erreichbar

Friday, 01. January 2010 von mkj

Meine Domain hat vor kurzem ihren Jahresurlaub eingeklagt, ist jetzt aber wieder zurückgekehrt. Urlaub sei nichts für eine Domain, meinte sie. In Zukunft bin ich also auch per Mail wieder erreichbar.

Wünsche euch ein tolles Jahr voller Zufriedenheit!

Bulli-Ärger und Kurzurlaub

Tuesday, 19. May 2009 von mkj

Berlin und Hamburg als mögliche Studienstädte habe ich ausgeschlossen, genau wie fast alle anderen Universitätsstädte. Aus verschiedensten Gründen übrigens, meist jedoch habe ich sie rot durchgestrichen: “Kein Klettergebiet”. Das kann man nun über Dresden nicht sagen: die Stadt liegt am Elbsandsteingebirge, dem größten Klettergebiet deutschlands. Die TU Dresden hat einen guten Ruf, war von Anfang an eine der Exzellenz-Unis, verlangt keine Studiengebühren und bietet ein Dipl-Ing Mechatronikstudium, und über Dresden selbst hört man auch nur gutes. Grund genug, die Lage vor Ort zu checken.

Also beschlossen Christine und ich, vom neunten bis zum dreizehnten Mai mal rüber zu fahren. Mit meinem Bus, so dachte ich, kein Problem.

Am zweiten Mai, Samstags, eine Woche bevor es los gehen sollte, ging der Stress los: Ich fahre mit dem Bulli, als auf einmal das Kühlmittel heiß wird. Der Zeiger bewegt sich unerbittlich nach rechts. Ohoh. Das war noch nie passiert. Ich halte an, steige aus und öffne den Motorraum: Dampfschwaden schlagen mir entgegen. Der ganze Motor ist nass und heiß und stinkt. Wo kommt das ganze Wasser her? Ist da Öl dabei? Oder Diesel? Erstmal hatte ich keine Lust, mir von diesem untreuen Blechhaufen den Tag versauen zu lassen: Bus an den Straßenrand gestellt, Freund angerufen, trotzdem klettern gefahren.

Nachdem wir ihn abends nach Hause geschleppt hatten stand am nächsten Tag die Diagnose: bei laufendem Motor sah man, dass die Zylinderkopfdichtung hinüber war. Keine gute Nachricht, aber zumindest auch kein Motorschaden. Ich musste die ganze Zeit über arbeiten und verbrachte jede freie Minute am Auto. Samstag und Sonntag baute ich den Zylinderkopf aus: zwischen den Ventilen gerissen. Ich beschloss, ihn trotzdem wieder einzubauen. Es schien die einzige Möglichkeit, die Tour nach Dresden nicht verschieben zu müssen. Also bestellte ich Montags das Material, mit knapp hundert Euro versprach es, die teuerste Reparatur bis jetzt zu werden. Und ich war schon es hatten sich schon an die hundert Komplikationen ergeben, vor allem hatte ich die Einspritzleitungen verbogen und war nicht sicher, ob sie noch halten würden. Montag: am Bus schaffen, Dienstag: am Bus schaffen, Mittwoche: am Bus schaffen, Donnerstag: am Bus schaffen. Wenn man das alles zum ersten Mal macht, braucht man für jeden Schritt etwas länger. Wenn man nebenbei achteinhalb Stunden am Tag arbeitet geht es auch nicht schneller. Und wenn man für die Arbeit immer saubere Finger braucht, muss man auch noch ne halbe Stunde Schrubben einplanen.
Donnerstags dann die erste Probefahrt. Und danach Wasser im Öl. Was ist los? Ist der Zylinderkopf noch an einer anderen Stelle gerissen? Haben wir die Dichtung falsch eingebaut? Ist vielleicht nur bei der Reparatur ein bisschen Wasser in die Ölwanne gelangt, das sich jetzt mit dem frischen Öl vermischt hat? Um diese Möglichkeit auszuschließen, brach ich Freitags zu einer abenteuerlichen Fahr auf: Ich wollte über hundert Kilometer fahren, damit der Motor heiß wird und das Wasser verdampft. Danach, so dachte ich, hätte ich Gewissheit, ob die Mühle kaputt ist oder nicht. Innerlich leer brach ich auf, fuhr, genoss die Fahrt und die Landschaft und die abgelegenen Gegenden, in denen ich vorher noch nie war. Es dauert so seine Zeit, bis man mit meinem Bus auf Landstraßen 100km zurückgelegt hat. Als ich daheim ankam guckte ich das Öl an: es war genauso wie vorher, nicht so wie ich mein Öl kenne. Ich prüfte, ob Druck auf dem Kühlsystem ist, ob also Öl ins Kühlwasser gedrückt worden ist: das Wasser spritze mir entgegen.
Meine Diagnose: Bus putt. Dresden is nich. Christine anrufen. Auf zur Nachtschicht.

Morgens habe ich Papa alles erzählt, und er meinte das würde ihn nicht überzeugen. Er wolle selbst gucken. Okay, dann guck, ich schlaf derweil. Nach einer Stunde hielt ich es nicht mehr aus, er war von seiner Probefahrt zurück und meinte: Das ist doch alles so, wie es sein soll. Dass ein heißes Kühlsystem immer Druck aufbaut war mir zum Beispiel nicht bewusst. Und die Sache mit dem Öl: Ich glaube ich bin einfach kein frisches Öl im Auto gewohnt. Wenn ich sonst prüfe, ist das Zeug pechschwarz – und nicht Ölfarben. Am Abend hatte ich also eine komplette Fehldiagnose gestellt.

Also rief ich morgens Christine an: “Hallo Schatz, der Bus fährt, wir können nach Dresden!” Die erste Reaktion über diese erneute Planänderung war ganz klar nicht in die Rubrik “pure Freude” einzuordnen, aber nach einer Weile beschlossen wir gemeinsam, die Fahrt anzutreten.

Bis Franken, wo wir Samstag abends bei Christines Mutter ankamen, schnurrte der Bus beruhigend zuverlässig durch Sonne, Regen, Sturm und Gewitter. Er brauchte kein Kühlwasser und der Ölstand blieb konstant, obwohl wir ein wenig Öl vertropften (peinlich peinlich). Die Einspritzleitungen hatte ich zwar wieder dran, aber nicht dicht gekriegt, also verloren wir auch tropfenweise Diesel. Genauso unangenehm.

Sonntags nach dem Muttertagsfrühstück gings weiter nach Dresden, auch das kein Problem. Ölend und Dieselnd fuhr der Bus ohne ein einziges Mal zu bocken. In Dresden angekommen schauten wir uns abends noch die Stadt an, die mir sehr gut gefiel.

Meine erste Nacht im Bus, fernab von Mannebach, ich fühlte mich zuhause und war zufrieden mit der Gesamtsituation.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Klettersachen und trafen uns mit drei Kletterern zu einem Ausflug in den Elbsandstein. Leider fing es, noch während wir im Zug saßen, an zu regnen. Im Elbsandstein darf man bei Regen nicht klettern, da der Fels brüchig wird wenn er nass ist. Also gingen wir stattdessen wandern. Egal wie man die sächsische Schweiz besucht, sie ist immer wunderschön: An jeder Ecke warten neue Ausblicke, ein Fels ist schöner und spannender als der andere, jeder Augenschmaus köstlicher als der vorherige. Unsere ortskundigen Führer wussten viele Geschichten zu erzählen und kannten die meisten Routen an denen wir vorbeikamen, so dass wir das Gebiet auch ohne zu klettern ein wenig kennen lernten. Ich war begeistert.
Christines Begeisterung hielt sich in Maßen: in nasses Schuhen laufen und frieren gehören nicht zu ihren Lieblingsaktivitäten. Auch als wir nachmittags wieder im Bus waren dauerte es noch eine Zeit, bis ihr wieder warm wurde. Ich kochte zum ersten Mal: eine einfache Fertigsuppe schien mir das Mittel der Wahl gegen Unterkühlung, und sie schmeckte wie erwartet hervorragend ;)

Abends trafen wir uns mit zwei Couchsurfern. Nunmehr drei Dreadheads und Christine kochten wir zusammen und unterhielten uns bis spät in die Nacht. Wir schliefen vor der Wohnung im Bus, so dass wir die Annehmlichkeit einer Toilette in erreichbarer Entfernung wussten.

Dienstags frühstückten wir bis vier Uhr nachmittags am Elbufer, jetzt endlich hatten wir den Zeitdruck abegeschüttelt. Wir hatten uns vorher viel zu wenig Zeit genommen, um einfach mal da zu sein.
Danach guckten wir uns die Uni an: nicht so neu und schön und gut wie ich mir vorgestellt hatte, aber durchaus sympathisch. Hier, so dachte ich, kann ich studieren.
Abends trafen wir uns mit zwei weiteren Couchsurfern, wieder hatten beide Dreads auf dem Kopf, um mehr über die Stadt zu erfahren. Auch wurde uns eine Dusche angeboten, die wir dankbar in Anspruch nahmen. Nach diesem äusserst anstrengenden Tag wollten wir eigentlich noch weggehen, es wurde aber später und später, und im Endeffekt konnten wir uns nicht mehr dazu aufraffen, loszuziehen. Wir übernachteten unbehelligt ein einer Schrebergartensiedlung in einem Vorort.

Mittwochs mussten wir leider schon wieder heim, und  um zwei Uhr brachen wir denn auch auf. Nach wie vor lief der Bus wie geschmiert. Bei einem kleinen Zwischenstop in Weimar liefen wir einer meiner ehemaligen Mitschülerinnen über den Weg, und kamen dementsprechen nicht so schnell weiter wie geplant.
Wie schon auf dem Hinweg, fuhr Christine auch jetzt einen Teil der Strecke. Ich schlief solange auf der Rückbank. Beim nächsten Fahrerwechsel machten wir den Bus kurz aus um uns zu erleichtern, ich fuhr los, oh schreck, kein Licht. Ich hielt an und guckte mir die Sache an: Standlicht ging, Fernlicht ging über die Lichthupe auch an, aber das Abblendlicht wollte uns nicht scheinen. Also baute ich den Schalter aus, öffnete ihn, lokalisierte den Fehler, reparierte  den Schalter, baute ihn siegesgewiss wieder ein, probierte das Licht aus, es hatte sich nicht geändert. Nach halbstündiger Fehlersuche fand ich dann das Problem: Ich hatte zwar den defekten Schalter repariert, zum Testen aber nicht die Zündung angemacht. Ohne Zündung nix Abblendlicht. Zündung angemacht, Licht geht, wunderbar, weiterfahren.
Gegen halb drei Uhr nachts kamen wir in Trier an, beschlossen aber, uns eine schöne Stelle zu suchen und nochmal im Bus zu übernachten. Gesagt, getan.

Donnerstags kam ich nach Hause, der Bus ölte und dieselte immer noch, doch die Maschine war einwandfrei gelaufen. Und, nicht ganz nebensächlich, wir hatten einen schönen Kurzurlaub und ich habe meine Studienstadt gefunden.

Ente gut, alles gut, wenn da nur nicht dieses tropfende Ungetüm vor dem Haus stünde. Inzwischen habe ich die Ventildeckeldichtung ersetzt, daraufhin ölte er nicht mehr. Heute war aber wieder ein Tropfen Öl unterm Bus. Danach muss ich jetzt mal gucken. Und was ich wegen der Dieselei tue, weiß ich noch gar nicht. Neue Einspritzleitungen wären wohl das Beste. Kauft euch bloß kein Auto.

schlechtes Beispiel

Tuesday, 21. April 2009 von mkj

jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, eine schlechte Website zu schreiben, kann sich an Prof. Dr. Blankenforth orientieren. Ich hoffe ihr findet noch mal raus aus dieser Seite, ich brauchte recht lange um den Irrgarten wieder zu entfliehen ;)

Spieleabend

Saturday, 18. April 2009 von mkj

2009-04-20 findet der Spieleabend statt. Ich stoße nach der Spätschicht zu euch, also kurz vor 2300. Bis denne!

draußen herumbienen

Saturday, 18. April 2009 von mkj

Gerade in einem Profil gefunden:
Interests: … meeting people from all over the world, birds, hiking and beeing outdoors in nature …

Spieleabend fällt wieder aus

Sunday, 12. April 2009 von mkj

Und schon wieder muss ich den Spieleabend absagen: 2009-04-13 muss er ausfallen, da ich wieder Spätschicht habe und sonst keiner zu Hause ist. Tut mir leid!

Kalkkaseinfarbe

Wednesday, 08. April 2009 von mkj

Hier mal das Rezept für eine Kaseinfarbe. Mit dieser Farbe sind unsere Innenwände gestrichen:

(more…)

Nochmal gut gegangen

Wednesday, 08. April 2009 von mkj

Dank der Hilfe eines gelernten Kfz-Mechanikers läuft der Bus jetzt wieder, und zwar genau so gut wie vorher. Das Material hat keine 50€ gekostet, und ich ich habe bei der Aktion viel gelernt, es ist also wieder mal alles gut gegangen. Während der letzten Tage war ich mit dem Ford Mondeo meiner Eltern unterwegs: noch keine fünf Jahre alt, weiß nicht wie stark, aber eben einiges sportlicher und luxuriöser als meine Mühle. Nur hat dieses Auto nicht so viel Stil. Und deswegen hatte ich gestern auch ein dickes fettes Grinsen auf dem Gesicht, als ich in meinem Bus mit offenem Fenster und ACDC nach Trier gegutschelt bin!

Auf der Arbeit lebe ich mich noch ein, ich habe verschiedene Bereiche der Tankstelle kennengelernt und fühle mich dort wohl. Teils ist es anstrengend, teils entspannt, auf jeden Fall aber machbar. Ich fahre runde 25 min (mit dem Auto meiner Eltern), das finde ich akzeptabel. Ein Wehrmutstropfen ist, dass das Schichtschaffen dem Spieleabend wohl öfter mal im Weg stehen wird. Wir müssen unbedingt überlegen, wie wir das ändern können.

Gleich gehts ans Eingemachte: meine Schonfrist in Sachen Studienplatz suchen ist vorbei, ich werde jetzt recherchieren wo ich hin will. Und dort hoffentlich trotz (noch) fehlender Praktika angenommen werden. Drückt mir die Daumen!

Spieleabend fällt aus

Sunday, 05. April 2009 von mkj

Ganz schnell zwei Meldungen:
Da ich alleine daheim bin und morgen Nachtschicht habe fällt der Spieleabend morgen aus (übrigens zum ersten Mal).
Und mit meinem Bus siehts gut aus: er läuft schon, muss nur noch wieder zusammengebaut werden.

 

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